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Überlingen

Oel, 40 x 60 cm, 1996

Still und anmutig
ruht die Stadt am See,
des Münsters Turm
ragt darüber in die Höh’.

Beinah verborgen
Fabelgestalten,
die über den Dächern
schalten und walten.

Die hohe Tanne,
erfüllt mit Leben,
Hexen und Trolle
in ihr schweben.

In der Mitte des Baumes
ein Unhold vergnugt
auf die wohlgestaltete
Heckenfrau lugt.

Auch die kleineren Bäume
blicken mit Wonne
auf die Gestalt,
die sich räkelt in der Sonne.

Selbst die treibenden Wolken
passen dem Treiben sich an,
wobei die Bergwelt
sich nicht zurückhalten kann.

Der Kastanienbaum hoch oben,
man sieht es verdutzt,
seine Blätter am liebsten
zum Entblättern benutzt.

Doch nicht genug
mit all diesen Reizen,
denn die Turmuhr,
sie schlägt gleich dreizehn.